Multimedia-Profil

Das Multimedia-Profil der Falkenhausenschule

Die Falkenhausenschule ist seit dem Schuljahr 2000/2001 Multimediaschule des Landes Baden-Württemberg. In einem aufwändigen Bewerbungsverfahren hat das Kollegium im Schuljahr 1999/2000 an der Ausschreibung des Ministeriums teilgenommen und den Zuschlag zur Ausstattung der Schule mit Hard- und Software über die Robert-Bosch Stiftung erhalten. Bei der Auswahl unserer Schule spielte nach damaliger Aussage der Stiftung das bilinguale deutsch-französische Profil eine bedeutende Rolle, da das Ministerium zum einen den täglichen Austausch von Schülern via neue Medien mit Schülern im benachbarten Frankreich, zum anderen das multilinguale Lehren und Lernen mit neuen Medien erproben wollte.

Mit den Mitteln der Robert-Bosch-Stiftung (ca. 95.000 €) konnte die Computerabteilung der Stadtverwaltung die Schule 2000/2001 entsprechend den Vorgaben der Medienoffensive II des Landes Baden-Württemberg mit Hard- und Software ausstatten. Die Vorgaben des Landes für Medienschulen definierten darüber hinaus einen eigenen Schulserver, einen Medienraum und Computerarbeitsplätze in allen Klassenzimmern. Der Gemeinderat der Stadt Kehl beschloss hierzu im Jahr 2000, die Mittel zur Verkabelung aller Räume des Schulgebäudes zur Verfügung zu stellen, um damit der Schule den Status Medienschule des Landes zu ermöglichen. In der Folge wurden entsprechend der Medienoffensive je 2 Computeranschlüsse in alle Klassenzimmer sowie alle weiteren nötigen Anschlüsse in Lehrerzimmer, Serverraum, Ganztagesbetreuung und Computerraum gelegt und somit die technische Voraussetzung für den Start zur Medienschule geschaffen.

Das Kollegium der Falkenhausenschule verpflichtete sich durch die Annahme der Mittel der Robert-Bosch-Stiftung zur Erprobung aller Bereiche einer Multimediaschule mit dem Focus auf Grundschule und tut dies erfolgreich bis zum heutigen Tag. Unsere Schüler und Schülerinnen arbeiten tagtäglich an den PCs im Unterricht (Regelunterricht, Freiarbeit, Lernprogramme, Leseförderung etc.), da wir den frühen multimedialen Umgang für die Vorbereitung auf die weitere Schullaufbahn und auf das Berufsleben als unverzichtbar halten.

Dies gelingt uns z. B. durch:

  • den täglichen, gezielten, altersgerechten Einsatz der Computer und des Internets im Unterricht der Grundschule in allen Klassen und Klassenstufen, beginnend in Klassenstufe 1 in offenen und geschlossenen Unterrichtsphasen und in allen Fächern
  • die Erarbeitung pädagogischer Konzepte für diesen Einsatz in Zusammenarbeit mit dem Ministerium
  • die Einführung eines Computerführerscheines (hier auch Aufklärung über alle Gefahren des Internets) ab Klasse 1
  • den Einsatz der Computer in der Hausaufgabenzeit während der Ganztagesbetreuung
  • die kontinuierliche Fortbildung und die Mitarbeit aller Kolleg/Innen der Schule im Bereich Multimedia
  • die Ausbildung von Lehrkräften zu Netzwerkbetreuer/innen
  • die Teilnahme der Schüler/innen an E-Twinning (internationale E-Plattform der Schulen)
  • die Teilnahme an den Programmen des Landes zur Leseförderung der Kinder mit Hilfe der neuen Medien, zum Beispiel durch das Programm antolin.de
  • den Kontakt und regen Austausch der Klassen über die neuen Medien mit den Partnerklassen im Elsass und den COMENIUS Partnerschulen durch Email-Korrespondenz und Skype direkt aus den Klassenzimmern oder dem Medienraum.
  • Förder- und Differenzierungsmaßnahmen der LRS Schüler durch individuelle Diktate: Diese werden von den Lehrkräften mit einem digitalen Mikrofon auf gesprochen; das Schulkind bestimmt am PC selbst, wie oft die Sätze diktiert werden. Jedes Kind kann so zeigen, was es wirklich kann, ohne in Stress zu geraten
  • Computer-Arbeitsgemeinschaft als Angebot am Nachmittag für die Schüler/innen der Klassenstufe 3 und 4: hier besonders die Schulung von Fertigkeiten wie Formatierung von Texten, Erstellen von Power Point Dokumentationen, Bildbearbeitung, 10-Fingersystem, etc.
  • Erarbeitung, Ausgestaltung und Aufnahme von eigenen Songs, Hörspielen und Trickfilmen mit Hilfe der neuen Medien und des Computers; die Klasse 4a gewann diesbezüglich 2009 den Trickfilmpreis Baden-Württemberg
  • Homepagegestaltung durch Beiträge der Schüler/innen, die diese selbst in die Homepage einstellen können (eigene Berichte, gemalte Bilder, etc.)

Im Schuljahr 2009/10 wurde der Computerraum komplett mit neuen Rechnern ausgestattet und ein neuer Server im Serverraum installiert. In den Schuljahren 2012 bis 2014 werden die Rechner in den Klassenräumen ersetzt. 2014 wird im neu entstandenen Dachklassenzimmer die erste SMART-Tafel installiert. Im Schuljahr 2015 können über angesparte „nicht EDV-Mittel“ drei weitere SMART-Tafeln angeschafft werden. Das Medium SMART-Tafel erweist sich im Unterrichtseinsatz wegen der unglaublichen Vielfalt an Einsetzungsmöglichkeiten als ausgesprochen gewinnbringend. Ausnahmslos alle Kolleg/innen der Falkenhausenschule können mit diesem Medium umgehen. Auch die Elternschaft der Kinder der bereits ausgestatteten Klassen ist begeistert.

Folglich ist es Ziel der Medienpädagogik unserer Schule in allen Klassenzimmern gleiche Voraussetzungen für den Unterricht zu ermöglichen. Schwerpunkt des Medienentwicklungsplans sollte daher eine Ausstattung der übrigen 12 Klassen-zimmer mit SMART-Tafeln in den kommenden Haushaltsjahren sein. Leider wurden von der Schulleitung angefragte Mittel für eine, bzw. zwei weitere SMART-Tafeln im Nachtragshaushalt 2016 gestrichen. Um die 12 Klassenzimmer zeitnah auszustatten, wäre eine Verteilung über die kommenden zwei bis drei  Doppelhaushalte erforderlich. In jedem Haushaltsjahr wären somit zwei bis drei SMART Tafeln wünschenswert. 

Abschließend möchte ich erwähnen, dass das Team der Falkenhausenschule mit den Schulkindern seit vielen Jahren erfolgreich als Multimediaschule arbeitet. Jedes Kind an der Falkenhausenschule profitiert täglich davon, dass wir eine Multimediaschule sind, da der Umgang mit dem Medium Computer auch bereits für Grundschüler unverzichtbar geworden ist. Wir sehen deutlich durch unsere Erfahrung als Medienschule, wie wichtig das gezielte Erlernen dieser „neuen Kulturtechnik“  besonders auch wegen der potenziellen Gefahren für unsere Grundschüler ist.

Imogen Remmert

Rektorin

Falkenhausenschule Kehl
16. Juni 2016

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